Teil 7/7: Mögliche Blockaden beim Arbeiten mit Glaubenssätzen

Was hindert womöglich DICH daran deine negativen, limitierenden Glaubenssätze zu identifizieren und diese dann in förderliche, unterstützende Glaubenssätze zu verwandeln ?

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Ich liste hier ein paar Hinderungsfaktoren in 4 Blöcken auf. Vielleicht gibt es beim Lesen den ein oder anderen Impuls oder Aha-Effekt und du entdeckst, wie deine eigenen, ganz persönlichen Sabotage-Programme funktionieren. Mit diesem Bewusstwerden beginnt oft schon der Veränderungsprozess.

a) „Infinite Loop“ & eingeschränkte Wahrnehmung

Was ist ein „infinite loop„? Übersetzt bedeutet es „endlose Schleife“. Dieser Begriff im Zusammenhang mit Glaubenssätzen stellt sich wie folgt dar:

 

Du hast Glaubenssätze, die dich darin hindern an deinen Glaubenssätzen zu arbeiten .. sehr spannend 🙂

 

Damit kannst du dich meisterhaft selbst ver… und daran hindern, dass du überhaupt erkennst, dass Glaubenssätze wirken und du deshalb nicht in die Gänge kommst.

Limitierende Glaubenssätze, die dich in diesem Zusammenhang daran hindern, an deinen negativen Glaubenssätzen zu arbeiten:

Leben in der Illusion => „Bei mir ist alles in Ordnung“, „Ich habe keine limitierenden Glaubenssätze“ bis hin zu völliger Ignoranz „Ich habe den genannten negativen Glaubenssatz definitiv nicht“

Sich ergeben in der Machtlosigkeit => „Ich selbst kann nichts ändern“. Dieses „Ich bin nur Zuschauer“ bzw. „die Anderen machen das schon“ Syndrom entstammt der Konditionierung als ewiger Konsument durch Konsummärkte (Klamotten, Essen), TV & Entertainment, Ärzte, Therapeuten usw. Auf der anderen Seite suchen wir nicht selbst (weiter) nach passenden Lösungen und bringen uns auch nicht in die Eigenverantwortung => PATT.

Annahmen regieren die Welt => „So schnell geht das nicht“ oder „Das ist unseriös“ oder „Es dauert lange“, „Es braucht eine Therapie“, „Es ist aufwendig“, „Es kostet viel Geld“  usw. => also gehe ich es erst gar nicht an .. logisch, oder ? 🙂

 

b) Persönlichkeit, Ängste, Will-Power und „falsche“ Gefühle

Falls einem gute Methoden zum Auflösen von unbrauchbaren Glaubenssätzen über den Weg laufen, dann bremst der „ewige Zweifler“ schon bevor der Gedanke richtig zu Ende gedacht ist  => „Funktioniert ja doch nicht“ heißt es dann schon im Kopf, bevor man es sich näher angeschaut hat. (Grüße an den „infinite loop“)

Dann die weiteren üblichen „Ausreden“

„Kein Geld“, „Keine Zeit“

Mangelnde Selbstverantwortung

Um negative Glaubenssätze zu verändern musst du Gewohnheiten durchbrechen. Es braucht eine gewisse Zeit, Energie und die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Auch musst du „NEIN“ zu jemand anderem oder etwas anderem sagen können, damit du dich mit dir selbst beschäftigen kannst.

Aufschieberitis“

Unangenehme Dinge verschieben wir gerne auf morgen oder übermorgen und daraus wird dann oft ein „nie“.

Fehlende eigene Klarheit

Was ist eigentlich mein Thema / meine Themen und wie beeinträchtigt es mein Leben ganz konkret? Anmerkung hierzu: Es ist oft nicht das naheliegende, offensichtliche, sondern die eigentlichen Themen liegen hinter dem was augenscheinlich ist.

Bewusste und unbewusste Ängste

Angst sich vor anderen zu „outen“ (z.B. auch vor Coaches)

u.a. mangelndes Selbstwertgefühl bzw. das Eingestehen von „ich bin nicht frei von Fehlern“ usw.

Angst vor den eigenen Schatten

In diesem Zusammenhang gibt es ein schönes Sprichwort „Schlafende Hunde soll man nicht wecken“. Es kann jedoch sein, dass du an den Hunden vorbei musst, um den Weg weiter gehen zu können oder dass die halt nicht wirklich schlafen 🙂 (so wie es bei Glaubenssätzen der Fall ist)

Angst vor Veränderung

Mit jedem Verändern eines Glaubenssatzes verändern sich auch Dinge, die man bis dato lieb gewonnen hat. Es ist deshalb viel effektiver am Anfang herauszufinden, wie sich das eigene Leben verändern könnte (wird) und man möglicherweise Dinge loslassen muss. Besser als den Weg zu beginnen und mitten drin zu entscheiden, dass man das doch nicht will.

Angst vor unabsehbaren Konsequenzen

ist auch ein Hinderungsgrund und steht in direktem Zusammenhang mit der Angst vor Veränderung. Wir wollen immer alles ganz genau im Vorfeld wissen, bevor wir uns dann entscheiden etwas zu tun.

Leider (oder glücklicherweise) funktioniert das Leben so halt nicht, denn unser (rationaler) „Entscheidungsverstand“ funktioniert nur auf Basis von Erinnerungen, Erfahrungen und Logik. Wie kannst du dann etwas in dein Leben ziehen, was neu ist für dich und dir etwas beschert, was du dir in deinen kühnsten Träumen nicht hättest vorstellen können ?

 

Manchmal musst du einfach „ja sagen und springen“ (auch wenn du Angst davor hast)

Schwacher Wille & Vorzeitig aufgeben

Viele beginnen damit, ein persönliches Thema anzugehen und verlieren es entweder schon nach wenigen Tagen wieder aus den Augen oder sie geben gleich auf, wenn die ersten Hürden auftauchen. Und die werden ganz gewiss auftauchen.

Abhilfe schaffen folgende 2 Strategien:

a) beginne immer gleich mit dem ersten Schritt (sei er auch noch so klein) egal ob du denkst, ob du bereit bist dafür 🙂 (dann legt sich die Angst oft von alleine)

b) mache dir bewusst was der Zugewinn sein wird, wenn du das Thema endlich gelöst hast (die dadurch frei werdende Freude, Energie und Motivation bringt sich locker durch die Durststrecken)

„Falsche“ Gefühle

Ich erinnere mich an einen spirituellen Menschen, der betonte immer seinem Gefühl zu folgen und dann sagte er

 

„Das fühlt sich nicht gut an, wenn ich an diesen Glaubenssatz denke“

.. dann sollte ich besser nicht daran arbeiten .. das wird sich schon von alleine regeln ..

 

Wird es das wirklich ?? ..

Die Kunst besteht darin zu wissen, wann man vor einem Hindernis steht, das es zu überwinden gilt, egal wie (drunter, drüber, neben dran vorbei oder durch) oder wann man einem „echten“ Gefühl in Form von Intuition vertraut und besser die Finger davon lässt.

Das Ego ist trickreich und gaukelt einem mitunter ein Gefühl vor, das allerdings zuvor im Kopf entstanden ist. Nur weil etwas unangenehm ist, ist es nicht gleich zu vermeiden, sonst würden wir niemals in unserer Persönlichkeit wachsen.

Den besten Tipp, den ich dir zum Thema „Persönlichkeit und Glaubenssätze“ geben kann ist der, dass du dir genau überlegst was du willst und dann ein dazu passendes xxx-Bewusstsein dafür entwickelst. Alles was nicht zu xxx passt wird auftauchen und du kannst es transformieren, die anderen schlummernden Themen kannst du ruhen lassen bis sie dran sind 🙂

Wenn du mehr über den Ansatz xxx-Bewusstsein in Verbindung mit Glaubenssätzen wissen willst, dann hinterlasse einen Kommentar hier unten oder in der Corebeliefs-SHOUTBOX.

 

c) Von Prozessen & Events, „Umgebungsfaktoren“ und „One-Shots“ (vs. Rhythmus und Kontinuität)

Von „Ablenker“, „Rückstellkräften“ und Umgebung

„Umgebungsfaktor“ KONSUM

Überall wo du hin blickst wirst du abgelenkt. Deine Aufmerksamkeit wird stets nach außen „gezogen“. Du wirst manipuliert. Was du alles angeblich brauchst um glücklich zu sein. All das lenkt dich ab von deinem inneren Seelenleben und dem Beschäftigen mit dir selbst, deinen Zielen und Wünschen und deinen Glaubenssätzen

„Umgebungsfaktor“ PARTNER, FREUNDE und FAMILIE

Oft treffen wir auf Verständnislosigkeit oder gar Widerstand, wenn wir alte Gewohnheiten aufgeben und hinderliche Glaubenssätze auflösen wollen. Das liegt daran, dass man immer auch eingebettet ist in das Zusammenleben mit anderen Menschen, die selbst auch an ihren Gewohnheiten und eigenen Glaubenssätzen festhalten. Wenn du etwas verändern möchtest, musst du auch diese Hürde nehmen und eine Achtsamkeit entwickeln, was dich wo behindert im Veränderungsprozess.

„One-Shots“

=> Fehlende Kontinuität => Dranbleiben ist Key => Prozess und kein Event

Das Leben ist ein Prozess und kein Ereignis! Ebenso wie es auch nicht mit einem einmaligen Ereignis zur dauerhaften Etablierung von limitierenden Glaubenssätzen kommt (Ausnahme: Schock) so braucht es auch die kontinuierliche Aufmerksamkeit über einen gewissen Zeitraum und keine „Hau-Ruck Nachtaktionen“, um die alten Themen irgendwie „loszuwerden“. Ich rede hier allerdings nicht von Monaten oder gar Jahren sondern eher von Tagen oder Wochen, wenn wir es bewusst angehen.

Keine Landkarte, kein Wegweiser auf fremdem Terrain

Es ist hilfreich wenn man einen Rahmen hat und weiß wo man sich befindet. Dann kann man auch besser „dranbleiben“. Ich nutze dazu einen 4 Stufen Prozess, den ich in einem weiteren Blog-Artikel vorstellen werde (Wenn du automatisch über das Erscheinen des Artikels informiert werden möchtest, dann hol dir hier das Freebie. Damit bist du automatisch in meiner Info-Liste über Glaubenssätze). Im Kern geht es im 4 Stufen Prozess um die 4 einfachen SchritteBewusstwerdung„, „Empowerment„, „Umsetzung“ und den „Feedback-Loop„.

 

d) Mangelhafter Informations- bzw. Wissensstand und unpassende Methoden

Last but not least

 

Nicht zu wissen, wie man es angehen kann, ist wohl DER profane Hinderungsgrund No.1 überhaupt

wenn es darum geht irgendetwas zu verändern, ganz egal ob es sich dabei um Glaubenssätze handelt oder etwas anderes.

Fragen öffnen den Raum  .. das könnte zum Beispiel sein

Wo kann ich mich informieren ?
Welche Themen konkret möchte ich angehen ?
Wo und wie kann ich jemanden finden der mich gut unterstützen kann ?
Wie kann ich feststellen, ob ich es alleine angehen oder mir Unterstützung durch einen Therapeuten oder Coach suchen sollte ?

.. und so solltest auch du dir DEINE passenden Fragen stellen, um es anzugehen

Unpassende Methoden

Im letzten Teil habe ich ein paar Methoden genannt, mit denen man arbeiten kann um limitierende Glaubenssätze zu verändern.

Jeder Mensch ist einzigartig und es ist alleine dadurch schon naheliegend, dass es nicht DIE BESTE Methode gibt, sondern das muss jeder für sich selbst herausfinden.

Allerdings, und das führe ich hier mit auf, weil es eben ein Hinderungsgrund darstellt, ist es wenig zielführend, wenn man für den jeweiligen Typus von Glaubenssatz eine ungeeignete Methode einsetzt.
 
Beispiel: Level 0 (Kern-)Glaubenssätze und Affirmationen als Methode zum Beispiel passen aus meiner Erfahrung heraus nicht zusammen. Warum ? Weil Level-0 Glaubenssätze direkt in unserer Identität verankert sind und Affirmationen auf einer völlig anderen Ebene wirken.

 

 

Allgemeines Fazit

Glaubenssätze sind persönliche Überzeugungen und haben (heute) oft geringen bis keinen Wahrheitsgehalt

Viele Glaubenssätze stammen aus deiner Kindheit, die du ungefiltert übernommen hast und seitdem nicht mehr hinterfragt hast

Glaubenssätze steuern dein komplettes Leben auf Autopilot aus dem Unterbewusstsein heraus. Wenn du diese verändern möchtest, musst du ihrer erst bewusst werden

Wenn du dir schwer tust Glaubenssätze zu verändern, dann nicht etwa weil das an sich schwer wäre, sondern weil du entweder gar nicht weißt welche in dir überhaupt wirken oder weil du (genauer gesagt dein Ego) Angst vor Veränderung hast

Besonders heftige Glaubenssätze sind Kernglaubenssätze, die mit „Ich bin ..“ beginnen, denn sie sind fest verbunden mit deiner Identität und können deshalb nicht einfach so „gelöscht“ werden, aber dennoch transformiert werden.

Wenn du deine hinderlichen Glaubenssätze verändern möchtest, dann sitzt du selbst am Steuer. Es wird niemand anderer kommen und das für dich erledigen. Beginne einfach damit, dann siehst du, dass es gar nicht schwer ist und dass es sich wirklich lohnt

 


Im diesem Teil ging es darum, was dich daran hindern kann mit deinen Glaubenssätzen zu arbeiten. Wenn du hier erst eingestiegen bist, dann möchtest du vielleicht auch die anderen Teile lesen. Hier sind die Links dazu.

Start der Blog-Post Reihe: Glaubenssätze dauerhaft verändern

Teil 1/7: Was sind Glaubenssätze und wie entstehen sie ?

Teil 2/7: Auf welcher Ebene wirken Glaubenssätze ?

Teil 3/7: Welchen Einfluss haben Glaubenssätze auf dein Leben ?

Teil 4/7: Welche Arten von Glaubenssätzen gibt es ?

Teil 5/7: Negative Glaubenssätze finden?

Teil 6/7: Limitierende Glaubenssätze verändern

Teil 7/7: Mögliche Blockaden beim Arbeiten mit Glaubenssätzen

 

Teil 5/7: Negative Glaubenssätze finden

Negative Glaubenssätze finden

Negative Glaubenssätze finden kann sehr leicht, aber auch sehr schwierig sein. Das hängt davon ab, wie bewusst du dir deiner selbst und der Welt, die dich umgibt, bist.

Aber auch davon, um was für eine Art von Glaubenssätzen es sich handelt. Am Ende auch wie lange du sie schon hast und wie tief sie in deinem Unterbewusstsein vergraben sind.

Im kommenden Teil 6 dieser Reihe, wenn es darum geht negative Glaubenssätze aufzulösen, gehe ich näher darauf ein, warum der erste Schritt der „Bewusstwerdung“ so wichtig ist.

 

Negative Glaubenssätze finden | Corebeliefs.de

 

Ein Part in diesem Schritt ist es nämlich zu realisieren, dass etwas schief läuft in deinem Leben und was genau das ist.

Das Trickreiche an Glaubenssätzen ist es, dass du auf ganz viele Ideen kommst, warum du im Leben nicht das bekommst was du willst. Aber darauf zu kommen, dass es einfach ein Programm in deinem Unterbewusstsein ist, welches sich als feste Überzeugung bzw. fester Glaube in deinem Leben etabliert hat, darauf kommst du lange nicht.

Alles was nämlich ins Unbewusste verlagert wird, entzieht sich unserer bewussten Aufmerksamkeit, solange bis wir genauer hinschauen.

Wenn dir oft Sprüche wie „Das ist so“ in den Sinn kommen, dann solltest du zweimal hinschauen, um deine „blinden Flecken“ zu erkennen.

Bevor du also beginnen kannst, deine wichtigsten, limitierenden Glaubenssätze zu verändern, musst du wissen welche davon dich am meisten behindern.

 

Wie kannst du deine positiven oder negative Glaubenssätze finden?

3 Methoden um eigene Glaubenssätze zu finden

Es gibt sicherlich eine ganze Reihe von Methoden, wie du negative Glaubenssätze finden kannst. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus, haben sich die nachfolgenden drei Methoden bewährt.

Ich führe sie nach absteigendem Bewusstheitsgrad auf.

Das bedeutet die erste Methode (a) erfordert die größte Bewusstheit. Diese funktioniert gut bei Menschen, die an ihrer spirituellen Entwicklung interessiert sind und auch sonst an ihrer Persönlichkeit arbeiten.

Die zweite Methode (b) kann von jedem durchgeführt werden, der Übungen der Achtsamkeit kennt und in seinem Leben kultiviert hat. Es braucht dafür allerdings ausreichende Reflexionsfähigkeit und ein passender Fokus. In einem hektischen und vollen Tagesablauf wird es eher schwierig werden.

Die dritte Methode (c) schließlich kann von jedermann genutzt werden.

 

Hier eine kurze Beschreibung der 3 Methoden:

a. Innerer Dialog mit dir selbst (z.B. durch Meditation)
b. durch Beobachten von Gedanken, Gefühlen, Worten, Handlungen und Wirkungen im Alltag
c. Listen mit Glaubenssätzen benutzen

 

a) In einem inneren Dialog in Stille kannst du relativ schnell herausfinden, was du wirklich möchtest. Dann fragst du dich „Warum bin ich noch nicht da, wo ich hin möchte“.

Wenn du dir dann die Hinderungsgründe bewusst machst und aufschreibst, kannst du daraus gemeinsame Punkte identifizieren, die dir dann auch in der Regel hinderliche Glaubenssätze aufzeigen.

Dasselbe gilt für positive Glaubenssätze, wenn du dir in deinem inneren Dialog anschaust was wirklich ganz ausgezeichnet läuft in deinem Leben.

 

b) Da Glaubenssätze deine Gedanken, Gefühle, Worte und Handlungen beeinflussen und Wirkungen hervorbringen, ist es naheliegend während des Tages einfach ganz bewusst auf diese 4 Bereiche zu achten und sich permanent Notizen zu machen.

Schreibe in Stichworten auf was du immer wieder denkst, fühlst, sagst und was du immer wieder tust. Dann analysiere wo große Häufigkeiten oder Widersprüche auftreten.

Diese führen dich ganz automatisch zu deinen vorherrschenden negativen Glaubenssätzen, du musst dabei allerdings etwas Detektivarbeit leisten.

 

c) Wenn dir die beiden ersten Punkte zu kompliziert erscheinen, dann kannst du auch Listen mit Glaubenssätzen als Inspiration nutzen, um so relativ schnell herauszufinden, womit du selbst in Resonanz gehst.

Beim Durchsehen der einzelnen Sätze, markierst du jene, die eine Reaktion in dir auslösen.

Reaktionen könnten sein

  • eine Gedankenflut,
  • Erinnerungsfetzen,
  • ein Zucken,
  • eine Hitzewallung,
  • ein flaues Gefühl,
  • Empörung,
  • spontane Worte o.ä.

Dabei ist es wichtig nicht mehr als 1-2 Sekunden bei jedem Punkt zu verweilen, um zu vermeiden dass deine ersten Impulse durch mentale Prozesse überschattet werden. Das bedeutet, nicht in den Gedanken „einzusteigen“, sondern den Punkt einfach zu markieren und weiter zu gehen.

Dann kannst du am Ende anhand der markierten Punkte Gemeinsamkeiten herausfiltern. z.B. betroffene Lebensbereiche oder du hast beim Markieren eine Zahl angegeben, um deine Priorität festzulegen. Dann könntest du dir z.B. zuerst alle Punkte mit der Priorität 1 anschauen usw.


Im nächsten Teil geht es darum, wie du limitierende Glaubenssätze verändern kannst.

Wenn du hier erst eingestiegen bist, dann möchtest du vielleicht auch die anderen Teile lesen. Hier sind die Links dazu.

Start der Blog-Post Reihe: Glaubenssätze dauerhaft verändern
Teil 1/7: Was sind Glaubenssätze und wie entstehen sie ?
Teil 2/7: Auf welcher Ebene wirken Glaubenssätze ?
Teil 3/7: Welchen Einfluss haben Glaubenssätze auf dein Leben ?
Teil 4/7: Welche Arten von Glaubenssätzen gibt es ?
Teil 5/7: Negative Glaubenssätze finden? 
Teil 6/7: Limitierende Glaubenssätze verändern
Teil 7/7: Mögliche Blockaden beim Arbeiten mit Glaubenssätzen

 

Teil 4/7: Welche Arten von Glaubenssätzen gibt es ?

Welche Arten von Glaubenssätzen gibt es ?

Positive und negative Glaubenssätze

Grundsätzlich unterscheidet man positive Glaubenssätze von negativen Glaubenssätzen.

Im Gegensatz zu positiven Glaubenssätzen, die einen extrem förderlichen Einfluss auf die Gesundheit, die Finanzen, Beziehungen und den persönlichen Erfolg haben, können negative, limitierende und hinderliche Glaubenssätze zum absoluten Chaos in einzelnen oder allen Lebensbereichen führen.

Um die Positiven müssen wir uns nicht weiter kümmern, um die Negativen schon

Direkt und indirekt wirkende Glaubenssätze

Direkt wirkende Glaubenssätze beeinflussen genau ein Thema oder einen Lebensbereich und sind relativ leicht anhand der direkten Wirkungen, die sie hervorbringen, zu finden.

Beispiele könnten sein:
„Es gibt Wichtigeres als Geld“
oder
„Ich habe keine Zeit“

 

Indirekt wirkende Glaubenssätze sind deutlich schwerer zu finden, denn sie überspannen oft mehrere Lebensbereiche und beziehen sich oft auf die eigene Identität (Kernglaubenssätze)

Beispiele könnten sein:
„Ich bin nicht gut genug“
oder
„Ich weiß nicht, was ich will“
Oder
„Das Leben ist hart“

 

Level 0-3 Glaubenssätze

Bevor du anfangen kannst deine Glaubenssätze zu verändern, musst du dir darüber klar werden von welchem Kaliber dein Glaubenssatz eigentlich ist.

Das bedeutet, wie sehr ist er in deinem Unterbewusstsein oder gar in deiner Identität verankert (Kernglaubenssätze).

Ich unterscheide dabei 4 Typen.

Arten von Glaubenssätzen | Level 0-3 Glaubenssätze

 

Alle Glaubenssätze haben eine mehr oder weniger große Wirkung auf dich.

In den folgenden Abschnitten gehe ich nur ganz kurz auf die markanten Eigenschaften ein, um den Rahmen dieses Artikels nicht zu sprengen.

Level 3 Glaubenssätze

Arten von Glaubenssätzen | Level 3 Glaubenssätze | corebeliefs.de

 

Level 3 Glaubenssätze sind jene, die durch die Gesellschaft, das vorherrschende Weltbild und ganz allgemein als gültig erachtet werden.

Sie drücken sich aus in Volksweisheiten, Aphorismen und Sätzen, die du immer wieder hörst.

Dieser Typ von Glaubenssatz hat nur geringen Einfluss auf dein Leben und wird von dir nur situationsbedingt in Betracht gezogen, aber sie hindern dich nicht daran Dinge zu tun, die diesen Glaubenssätzen widersprechen.

Beispielsweise glaubte man noch in der Antike „Die Erde ist eine Scheibe“, was zwar zu dieser Zeit wohl allgemein anerkannt war und von jedermann gleichsam hingenommen wurde, doch hatte es keinerlei Auswirkung auf das „normale“ Leben.

Beherzte Seefahrer haben diesen Glaubenssatz schließlich auch in Frage gestellt, sonst hätten sie sich nicht aufgemacht bis ans Ende der Welt zu segeln, um dann festzustellen, dass es kein „Ende“ gab.

Ebenso verhält es sich mit dem Glaubenssatz „Ab 40 geht´s bergab“.

Wenn du nicht in diesem Alter bist, wirst du ihn als nicht relevant für dich betrachten, aber auch wenn du in diesem Lebensabschnitt bist, kannst du frei wählen, ob er für dich stimmt oder nicht.

 

Level 2 Glaubenssätze

Arten von Glaubenssätzen | Level 2 Glaubenssätze | corebeliefs.de

 

Level 2 Glaubenssätze haben schon eine stärkere Wirkung auf dich, werden sie doch in Familie, Verbände, Vereine, Religionsgemeinschaften, durch unsere Abstammung und sonstigen Gruppierungen artikuliert und „gelebt“.

Ihre Gültigkeit und ihren Einfluss auf deine persönliche Einstellung entfalten sie dann, wenn du diesen Gruppen angeschlossen bist.

Nehmen wir einmal an, dass du zum Beispiel selbst begeisterter Radfahrer bist und damit der „Gruppe Radfahrer“ zugehörig bist, dann „stimmt“ wahrscheinlich der Glaubenssatz „Autofahrer sind rücksichtslos“ für dich.

Für die Fußgänger oder die Autofahrer (beides auch „Gruppierungen“) könnte sich das auch umgekehrt in Form von „Radfahrer sind rücksichtlos“ darstellen usw.

Ein allgemeiner Level 2 Glaubenssatz von Frauen könnte z.B. sein „Männern kann man einfach nicht vertrauen“, bei Männern kann das umgekehrt sein usw.

Level 2 Glaubenssätze werden dann zu deinen persönlichen Glaubenssätzen (siehe Level 1), wenn du sie ungefiltert ohne Eigenbewertung und völlig unbewusst aufnimmst.

 

Level 1 Glaubenssätze

Arten von Glaubenssätzen | Level 1 Glaubenssätze | corebeliefs.de

 

Level 1 Glaubenssätze sind die persönlichen und individuellen Glaubenssätze die du durch Erfahrung und Erkenntnisgewinn, aber auch durch frühe Konditionierung in der Kindheit als wahr akzeptierst.

Sie sind das persönliche Navigationsinstrument mit dem du durch dein Leben steuerst, solange du unbewusst auf Autopilot läufst.

Dann nämlich übernehmen unsere Gewohnheiten und die erlernten automatischen Programme in deinem Unterbewusstsein die Regie.

Wir geben dann nur einmal den Befehl „Zähne putzen“ oder „Autofahren“ und es werden zig Aktionen, völlig ohne unsere aktive Aufmerksamkeit zu benötigen, ausgeführt.

Allerdings nur dann, wenn diese mit deinen Level 1 Glaubenssätzen konform sind („Ich kann das“).

Wenn auch nur der geringste Zweifel aufkommt z.B. „Ich kann nicht rückwärts einparken“, dann wird dieser Mechanismus, der dich sonst ausgezeichnet Autofahren lässt, in dieser Situation gestoppt und steht dir nicht zur Verfügung.

Die Folge davon ist, dass du, natürlich unter erhöhtem Stresspegel, entgegen deinem Glaubenssatz das Auto ja doch irgendwie einparken musst.

Ich brauche dir ja wohl nicht zu sagen, wie oft du es dann probieren musst, bis es passt 🙂

Du „verbiegst“ die durch deine Sinne wahrgenommene Wirklichkeit solange, bis sie mit deinen Level 1 Glaubenssätzen übereinstimmt und deine ganz persönliche Realität widerspiegelt. Alles andere wird ausgeblendet.

Wenn du beispielsweise denkst und sagst „Ich schaffe das nicht“, dann wird dein gesamter Organismus und deine Handlungen darauf ausgerichtet es nicht zu können.

Deine Anteile, die dazu beitragen könnten es zu schaffen werden dabei „ausgeblendet“.

Wenn du einen persönlichen Glaubenssatz wie „Ich muss um alles im Leben kämpfen“ hast, dann wirst du dir unbewusst immer den schwersten Weg aussuchen, damit dein Glaubenssatz Bestätigung findet.

 

Level 0 Glaubenssätze – Kernglaubenssätze bzw. Core Beliefs

Arten von Glaubenssätzen | Level 0 Glaubenssätze | corebeliefs.de

 

Level 0 Glaubenssätze sind fest mit deiner Identität verbunden. Sie beginnen in der Regel mit „Ich bin..“ und treffen dich in Mark und Knochen, wenn diese Glaubenssätze in dir „getriggert“ werden.

Sie können dein Dasein in Frage stellen und die Werte, die du als Individuum hast und für die du stehst.

Sie halten dich möglicherweise in einem depressiven Zustand oder machen dir einfach „nur“ dauerhaft schlechte Gefühle.

Einer der am häufigsten auftretenden Kernglaubenssätze ist „Ich bin nicht gut genug!

Kernglaubenssätze (Core beliefs) sind oft ein Magnet für Dutzende weiterer Level 1 Glaubenssätze.

Sie fügen sich oft zu einem Verbund (Cluster) zusammen und „triggern“ sich dadurch gegenseitig.

Das bedeutet dieses Konstrukt erhält sich selbstständig aufrecht, wenn wir nichts dagegen tun.

Die Arbeit mit Core Beliefs ist relativ aufwendig, da Kernglaubenssätze im Gegensatz zu Level 1 Beliefs nicht einfach „gelöscht“ werden können. Man kann sie aber neutralisieren.

Für gewöhnlich hast du „nur“ 1-2 Core beliefs (Kernglaubenssätze), während du Dutzende oder gar Hunderte von Level 1-3 Glaubenssätze haben kannst, die damit interagieren.

 


Im nächsten Teil geht es darum, wie du negative Glaubenssätze findest.

Wenn du hier direkt eingestiegen bist, dann möchtest du vielleicht auch die anderen Teile lesen. Hier sind die Links zur kompletten 7-teiligen Blog-Post Reihe dazu.

Start der Blog-Post Reihe: Glaubenssätze dauerhaft verändern
Teil 1/7: Was sind Glaubenssätze und wie entstehen sie ?
Teil 2/7: Auf welcher Ebene wirken Glaubenssätze ?
Teil 3/7: Welchen Einfluss haben Glaubenssätze auf dein Leben ?
Teil 4/7: Welche Arten von Glaubenssätzen gibt es ?
Teil 5/7: Negative Glaubenssätze finden?
Teil 6/7: Limitierende Glaubenssätze verändern
Teil 7/7: Mögliche Blockaden beim Arbeiten mit Glaubenssätzen